Made-to-Order - Schneidern auf Anfrage

Schneidern auf Anfrage gilt als DAS Fashion Konzept der Zukunft. Schließlich werden in diesem Fall Kleidungsstücke nur produziert, wenn bereits ein Kunde danach gefragt hat. Was das genau bedeutet und welche Label es bereits umsetzen, erfährst Du in diesem Beitrag.
 
Schneidern auf Anfrage - so entkommen wir der Überproduktion
 
Ist es wirklich so, dass große Modefirmen ihre Kollektion restlos verkaufen? Das Rad der Fast Fashion dreht sich immer schneller. Produktionsabläufe werden automatisiert, Produkte billig angeboten und die Nachfrage der Konsumenten steigt stetig. Besonders Online-Bestellungen boomen wie nie, leider genauso sehr wie Anzahl an Retouren. Pro Jahr gehen Pakete im dreistelligen Millionenbereich wieder zurück. Diese Flut muss man erstmal stemmen können als Online Shop. In den letzten Jahren gab es immer wieder kontroverse Artikel, die eine angebliche Verbrennung von retournierter Neuware angaben. Tatsache ist auf jeden Fall, dass wir in Deutschland ein Überangebot haben und jedes Jahr zu viele Produkte, die eigentlich noch neu sind bei uns zu Hause unbenutzt verstauben oder in diversen Retouren Annahmestellen vernichtet werden. Laut “7 Billion for Seas” sprechen wir von 100 Millionen Tonnen an Überproduktion.
 
Was das Konzept “made to order” bedeutet
 
Was bei Lebensmittel schon in einigen Bereichen angeboten wird (z.B www.kaufnekuh.de ), wird sich nun auch im Fashion-Bereich mehr und mehr durchsetzen. Die Rede ist vom Angebot auf Anfrage, genauer gesagt Schneidern auf Anfrage. In diesem Fall wird ein Kleidungsstück erst produziert, wenn der oder die Kunde/in anfragt. So könnte in Zukunft bewusster konsumiert und produziert werden.
 
Die Vorteile des Schneidern auf Anfrage Konzepts liegen auf der Hand:
          1. Reduzierung der Überproduktion
          2. Geringere Produktionskosten
          3. Bessere Umsetzung des Designers von konkreten Wünsche der Kunden
          4. Mehr Freude mit Kleidungsstück, da es i.d.R der Traumvorstellung entspricht
          5. Längere Lebenszeit der Kleidungsstücke
 
 
Welche Label bereits auf Anfrage schneidern
 
Mittlerweile gibt es schon mehrere Designer, die das Potential in “Made to Order” erkannt haben. Eine kleine Auswahl findest Du im Folgenden.
 
1. Basics auf Anfrage von Misha Nonoo
 
Jeden Tag mühelos gut angezogen sein. Das funktioniert am besten mit hochwertigen Basics, die perfekt auf die eigene Person zugeschnitten sind. Die Designerin Misha Nonoo bietet genau das an mit ihrem nachhaltigen Geschäftsmodell. Seit 2015 im Geschäft, darfst Du Dich bei Ihr auf Kleidungsstücke freuen, welche Du dann auch jahrelang trägst, weil Du sie vorher persönlich abgestimmt hast mit ihr. Rund 10 Tage warten die Kunden in der Regel. Übrigens zählen auch bekannte Celebrities wie Meghan Markle zu ihren Kundinnen.
 
2. Personalisierung leicht gemacht mit dem Customizer von Frilly
Kennst Du das? Du hast eine ganz genaue Vorstellung davon wie Dein Traumkleid für den nächsten Anlass aussehen soll. Bei Frilly dürfen sich Kunden innerhalb des Customizers ihr Kleidungsstück aus viele Variablen selbst zusammenstellen und dann bestellen. Du entscheidest also vor der Anfertigung selbst ob der Blazer blau oder grau sein soll, mit welchen Ärmeln und so weiter.
 
3. Elegante Kleider und mehr von Olivia Rose The Label
Auf feminine Kleider und wunderschön gestaltete Blusen ganz nach dem eigenen Geschmack darf man sich bei der britischen Designerin des Labels Olivia Rose The Label freuen. Jeder Auftrag wird erst bearbeitet nach Anfrage des Kunden. Nachhaltige Materialien sind ihr wichtig. Das Tolle ist, dass die Designerin auch auf persönliche Wünsche eingeht und sich Zeit nimmt für den Kunden.
 4. Hochwertige Schuhe von Bionda Castana nach dem Prinzip “Zero Waste”
Diese Namen werden dir sicherlich bekannt vorkommen. Jennifer Portmann und Natalia Barbieri leiten das Schuh-Label Bionda Castana. Pro Monat können Kunden zwischen vier verschiedenen Designs wählen. Der Clou: Die Schuhe werden aus überschüssigen Materialien der eigenen Marke beziehungsweise von anderen Herstellern produziert. Das Prinzip “Zero Waste” wird hier seit 2018 grandios umgesetzt. Übrigens können die qualitativ hochwertigen Schuhe dadurch sogar etwas günstiger angeboten werden.
 
 
Diese vier Label beweisen, dass das Konzept Schneidern auf Anfrage definitiv Zukunftspotential hat und es bleibt spannend, was sich in den nächsten Jahren noch entwickeln wird diesbezüglich. Was ist Deine Meinung zur Grundidee des Schneidern auf Anfrage? Kannst Du noch weitere Labels empfehlen?
Eure Anja
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