Geht doch! Entschleunigung, Nächstenliebe und Nachhaltigkeit in der Corona-Krise


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GEHT DOCH! ENTSCHLEUNIGUNG, NÄCHSTENLIEBE UND NACHHALTIGKEIT: 
 WAS WIR VON DER CORONA-KRISE LERNEN KÖNNEN
 

Um dem Corona-Virus beizukommen, bleiben wir zu Hause. Wer sich der #stayathomechallenge stellt, tut weit mehr als den Älteren und Schwachen in der Gesellschaft zu helfen. Mit #wirbleibenzuhause und #wirbleibendrin können wir uns endlich wieder auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist. Was wir aus der Corona-Krise lernen können.

VERZICHT AUS NÄCHSTENLIEBE UND ENTSCHLEUNIGUNG AUF REZEPT

Für viele bedeutet die Corona-Krise: Werden ich und meine Nächsten von der Krankheit betroffen sein? Habe ich danach noch einen Job? Überlebt mein Mini-Unternehmen die mittelfristige Schließung? Keine Frage: Die Situation ist besorgniserregend. Doch eines ist sicher: Gemeinsam kommen wir hindurch. Wie nutzen wir also die Zwangspause am besten? 

Die Rahmenbedingungen sind uns vorgegeben: Wir bleiben zu Hause, kaufen nur das ein, was wir brauchen und bringen unseren Nachbarn in der Risikogruppe ihre Waren des täglichen Bedarfs am besten gleich mit. Wer kann, arbeitet von zu Hause aus. Doch wie verbringen wir all die Zeit, die vorher mit Arbeitsweg, Hobbies, Treffen mit Familie und Freunden, ja nicht zuletzt Konsum, gefüllt war? Wie sorgen wir für uns selbst und die sozialen Kontakte, die uns auch mental gesund halten? 

In dieser Zeit von Isolation und zwangsweiser Entschleunigung besinnen wir uns fast automatisch auf das, was uns etwas bedeutet. Wir räumen physisch, digital und mental auf. Wir bieten anderen unsere Hilfe an und erfahren wieder einmal das herrliche Gefühl von Sinn und Zweck. Das ist eine sehr seltene Gelegenheit. Statt den gewohnten Überflüss zur Verfügung zu haben, aus der Fülle von modischen Übergangsjacken nur schwer wählen zu können, werden wir kreativ. Was brauchen wir wirklich? Was macht uns richtig glücklich? Und was sollen wir eigentlich mit der neuen Jacke, die wir niemandem vorführen können? Wir aktivieren unsere Kreativität, kochen aus den hintersten Inhalten der Küchenschubladen neue, spannende Gerichte und verarbeiten einen Stapel Altkleider endlich einmal zu Putzlappen.

 

NEUE GEWOHNHEITEN FÜR EINE NACHHALTIGE LEBENSWEISE

Die aus der Not geborenen neuen Gewohnheiten zeigen uns, wie fantastisch wir darin sind, unser Verhalten zu ändern. Nach zwei Tagen und drei Mal reflexhaft zum Gruß ausgestreckter Hand, haben wir neue Wege gefunden, uns höflich oder freundschaftlich zu begrüßen. Diese neue Fähigkeit öffnet uns tausende Möglichkeiten für ein erfülltes Leben. Wenn wir so eine verinnerlichte Tradition wie das Händedrücken ersetzen können, dann finden wir auch den Anreiz zu der körperlichen Bewegung, der uns bisher gefehlt hat. Wir können die Ausbildung machen, für die wir nie Zeit (oder die richtige Priorität) gefunden haben. Wir können mit Bus und Zug reisen statt ins bequeme Flugzeug zu steigen. Vielleicht ist genau jetzt die Zeit, Milchprodukte aus dem Kühlschrank zu verbannen und sie mit pflanzenbasierten Lebensmitteln zu ersetzen? Die Begrenzung auf uns selbst und das Nötigste ist in Wirklichkeit wertvolles Training wichtiger, im hektischen und überfüllten Alltag zu selten genutzter Muskeln: Der Genügsamkeit, der Achtsamkeit und der Solidarität. 

 

Wozu wirst Du Deine neuen Kräfte nutzen?

 

#Stayathomechallenge Entschleunigung fair fashion Nachhaltigkeit Nächstenliebe Selfcare

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